Konzert 1

Im Eröffnungskonzert spielt das Gedankenspiel eine Rolle, wie Kunst und Kultur sich beflügeln. So widmet es sich der Kulturstadt Florenz, die ja über Jahrhunderte Inspiration für Künstler aller Sparten war und so die Künste wie Musik, Architektur und bildende Kunst erblühen und sich gegenseitig befruchten ließ. Wie sie auf Komponisten gewirkt und diese inspiriert hat, zeigen zwei Komponisten, die dieser Stadt sehr verbunden waren: Felix Mendelssohn Bartholdy und P.I. Tschaikowski. Mendelssohn schrieb: »Alles hier ist wundervoll und herrlich!« und Tschaikowski gab seinem Streichsextett den Namen Souvenir de Florence, in Erinnerung an seinen geliebten Aufenthalt in dieser Stadt. Er stand damit in der Tradition der Spätromantiker, sich ein »Souvenir« zu schaffen, ein musikalisches Andenken an seine Zeit auch in Florenz. Die hier vorgestellten Werke gehören zu den wichtigsten der Kammermusik und Souvenir de Florence sicherlich zu den bedeutendsten Kammermusikwerken dieses Komponisten überhaupt.

Als Chefdirigent des Leipziger Gewandhaus-Orchesters hatte Felix Mendelssohn in Ferdinand David einen hervorragenden Konzertmeister, dem er u. a. auch die Uraufführung seines später berühmt gewordenen virtuosen Violinkonzerts anvertraute. Die gleiche Virtuosität zeichnet auch das 2. Streichquintett op. 87 aus. Es war schließlich ebenfalls auf Wunsch seines Freundes Ferdinand David entstanden.